ROTENBURG - Der folgenschwere Wohnhausbrand am Donnerstagabend in Rotenburg-Hochmahle ist nach neuesten Informationen und Untersuchungen der Polizei n i c h t durch eine Gasexplosion ausgelöst worden. Dies gaben die Brandursachenermittler des Hessischen Landeskriminalamtes und der Kriminalpolizei Bad Hersfeld am heutigen Freitagnachmittag bekannt. Von ihnen wurde eine mögliche Gasexplosion "völlig ausgeschlossen". Die Gasthermen in dem Haus wurden überprüft und befanden sich in einem technisch einwandfreien Zustand, was auf eine ordnungsgemäße Wartung schließen lasse, erklärte ein Polizeisprecher.
Die Experten gehe jetzt von einer möglichen "fahrlässigen Brandstiftung" oder einer technischen Ursache aus. Nach Abschluss der heutigen Untersuchungen an der Brandstelle und der Reste der technischen Geräte könne "sowohl eine fahrlässige Brandstiftung, ausgehend vom Bereich eines Zimmers zur eingestürzten Giebelseite hin oder eine technische Ursache nicht ausgeschlossen werden". Offensichtlich wurde die Giebelwand aufgrund des Druckaufbaus innerhalb einer Wohnung bei geschlossenen Fenstern und der sich langsam ausdehnenden Brandausbreitung begünstigt. Die Statik des in den Nachkriegsjahren errichtete Mehrfamilienhaus soll am kommenden Mittwoch, 27.12.12, im Auftrag des Eigentümers von einem Bauingenieurbüro überprüft werden.