FULDA - "Zur Krippe sehen und sich dann dem Nächsten zuwenden". Ein mögliches Motto für ein nicht alltägliches Ereignis. Wenn Weihnachten ist, feiern die Menschen die Geburt Jesu normalerweise in den Kirchen. Doch der Heiligabend-Gottesdienst in der Kreuzkirche von Fulda-Neuenberg fiel diesmal aus - die Kirche wird erweitert und noch im Rohbau-Zustand. Und so entstand im Kirchenvorstand die Idee, doch das Geschehen in der Kirchengemeinde außen umzusetzen, also sozusagen "open air" - Kirche auf dem Weg zur Krippe. „Einmalig, aber doch gar nicht so spektakulär" fand dies Pfarrer Stefan Bürger.
Und so trafen sich die Gläubigen um 16.30 Uhr rund um die Kreuzkirche zu einem eindrucksvollen Erlebnis. 250 Liedblätter reichten nicht, es kam rund doppel so viele Menschen, die sich dann mit Fackeln "gemeinsam auf den Weg" machten. An vier Stationen, einige hundert Meter rund um die Kreuzkirche, wurde in einem szenischen Stück die Weihnachtsgeschichte nachempfunden. Kinder und Jugendliche waren dabei "lebendige Krippenfiguren".