GREBENHAIN - "Glück im Unglück" hatten am Sonntagnachmittag gegen 15:24 Uhr zwei Besatzungsmitglieder eines Segelflugzeugs. Der 28-jährige Pilot und sein 37 Jahre alter Co-Pilot (beide aus dem Raum Gießen) waren mit ihrem Segelflieger in der Gemarkung von Nösberts-Weidmoos (Vogelsbergkreis) "abgestürzt". Sie kamen aus Gießen und wollten in Gedern landen. Die fünf Jahre alte Maschine von dem bekannten baden-würtembergischen Hersteller Schempp-Hirth (Kirchheim unter Teck) zerschellte unmittelbar neben dem "Vulkanradweg". Dieser verbindet Altenstadt in der Wetterau mit der Burgenstadt Schlitz im Vogelsberg und ist vor allem in den Sommermonaten stark frequentiert. Glücklicherweise fuhr zur Zeit der "Bruchlandung" niemand in unmittelbarer Nähe des Unglücksstelle.
Aufgrund der schlechten Thermik kam es offenbar zu einem "Strömungsabriss", so die Erkenntnisse der Polizei. Der Pilot wollte deshalb auf einem nahe gelegenen Haferfeld eine Außenlandung durchführen, streifte allerdings einen etwa 20 Meter hohen Kirschbaum, riss zahlreiche Äste ab und landete völlig zerstört und auseinandergerissen in einem Brennnessel-Gebüsch. Der Segelflieger: ein Totalschaden, der auf etwa 150.000 Euro beziffert wird. Die beiden Insassen kamen nach der rettunsgsdienstlichen Erstversorgung vorsorglich ins Eichhof-Krankenhaus nach Lauterbach. "Sie waren ansprechbar und hatten leichte Schmerzen im Rücken", sagte ein Augenzeuge gegenüber "osthessen-news". Der Pilot soll kurz nach dem Absturz sogar noch mit der Leitstelle Vogelsberg telefoniert haben.