"Versuche UM-ZU-KEHREN"
Fastenzeit beginnt mit dem Aschekreuz
FULDA - Gestern noch war es laut und bunt in Osthessens Straßen, heute ist es schon viel ruhiger und die Kostüme der Fastnacht werden wieder weggepackt. Am heutigen Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, mit der sich katholische Christen auf das Fest der Auferstehung vorbereiten. Um sich auf den Neuanfang zu besinnen, bekamen am Vormittag Fuldaer Schüler in der voll besetzten St. Andreas-Kirche in Neuenberg ein Aschekreuz auf die Stirn gemalt.
Toller KINDERUMZUG
12.000 Zuschauer, 2.500 Narren und 83 Gruppen
FULDA - Föllsch Foll im Ausnahmezustand. Das Highlight am Fastnachtssonntag für die Kleinsten war natürlich der traditionelle Kinderumzug durch die Domstadt. Und das mit großer Beteiligung: 12.000 Zuschauer, 2.500 aktive Narren, sieben Marschsäulen und 83 Fußgruppen. Es war zwar eisig und teils sonnig draußen, doch das änderte nichts an der Stimmung. Im Gegenteil: die Kinder - sie kamen mit ihren Eltern oder Großeltern aus weiten Teilen Stadt und Landkreis Fulda - freuten sich riesig über Kamellen, Popcorn, Schokolade oder Gummibärchen. Allerdings hatten auch viele Zuschauer den Eindruck, das die Schar der Kindergruppen in den vergangenen Jahren schon größer und vielfältiger war.
Mit Charme:
Kinderprinzessin Emelie und Hofdame Luca beim Kinderfasching
HILDERS - Jede Menge kleine Cowboys, Indianer, Katzen, Schmetterlinge, Prinzessinnen, Bienchen, Clowns, Ritter, Marienkäfer, Piraten und Soldaten tummelten sich heute Nachmittag in Hilders. Der Fastnachtsdienstag ist hier ein besonderer Tag, denn er steht ganz im Zeichen der Kinder. Ein eigener Umzug, an dem die Kinder des Rhönstädtchens gemeinsam teilnehmen, gehört schon seit Generationen zur Tradition. Und natürlich durfte dabei auch die närrische Herrschaft nicht fehlen. Immer voller und bunter wurde der Marktplatz vor dem Rathaus am Nachmittag, denn hier wurde sich für den großen Kinderumzug versammelt.
60.000 Zuschauer & 4.000 Narren
Super Stimmung bei Hessens längstem RoMo
FULDA - Elf Böllerschüsse auf die Sekunde genau um 13:33 Uhr - sie waren in Fulda der Startschuss für den größten hessischen Rosenmontagsumzug. Ganz traditionell setzte sich der närrische, rund 3,8 Kilometer lange Lindwurm - vom Bahnhofsvorplatz durch die Innenstadt, am Barockviertel vorbei und dem Ziel Königstraße - in Bewegung. Die Eckdaten: 125 Fußgruppen, 56 Motivwagen und 31 Kapellen. Und ein Kaiserwetter: sonnig und Temperaturen um den Gefrierpunkt - es war exzellent, aber nicht ohne Grund. Der Präsident der Fuldaer Karneval Gesellschaft (FKG) Christian Wighardt sagte zu osthessen-news.de: "Ich denke mal wir Fuldaer haben gute Beziehungen nach oben, zumal wir ja auch einen Prinz haben, der Theologie studiert - also wenn der das nicht hingekriegt hätte vom Frauenberg da oben – das passt schon alles."
Party & tolle Stimmung trotz Kälte
ROMO begeistert die Massen
EITERFELD - Der traditionelle Rosenmontagsumzug ist Höhepunkt und gleichzeitig der krönende Abschluss der Eiterfelder Fastnacht. Auch in diesem Jahr säumten tausende Besucher aus der Großgemeinde, aus dem Altkreis Hünfeld, dem Hersfelder Raum und besonders aus dem Landecker Amt trotz eisiger Temperaturen die Straßen, um sich an über 40 Motivwagen, Fußgruppen und Musikkapellen wie den Burghauner Pipes & Drums, den Wölfer Musikanten und dem Musikzug Eiterfeld/Arzell zu erfreuen.
"Achtung Festnahme!"
Angeklagte stehen vor dem närrischem Gericht
UFFHAUSEN - "Wir sind ein kleines, eingeschworenes Team und ja, auch recht trinkfest", schmunzelte Daniel Frank, Vorstandsmitglied des UNC Uffhausen. Die trinkfesten Uffhäuser Narren fingen am Rosenmontag nämlich schon sehr früh mit dem närrischen Treiben an. Bereits um neun Uhr am frühen Morgen des Rosenmontag wurden drei arme Uffhäuser unter strengster Kontrolle gefesselt und abgeführt. Aus ihrem trauten Heim herausgeholt, ging es für die Häftlinge in einen engen Gefängniswagen. Die Männergarde des UNC führte sie dann in den Landgasthof Schwarz, wo eine „närrischen Gerichtsverhandlung" stattfindet.