FULDA - „Die Bischofskonferenz hat es wieder mal geschafft, pünktlich zu Beginn der Herbstvollversammlung einen Fettnapf aufzustellen und dann selbst hineinzutreten", bewertete Sigrid Grabmeier aus Deggendorf von „Wir sind Kirche" bei der heutigen Pressekonferenz in Fulda das Dekret der Bischöfe zum Kirchenaustritt. Das sei das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt. Der Brief, den die Gemeindepfarrer, den ausgetretenen Katholiken hinterschicken sollen, sei „ein nasser Lappen, den diese um die Ohren geschlagen bekämen. Das werde bestimmt niemanden dazu bewegen, seinen Schritt noch einmal zu bedenken oder gar zu revidieren. Die Aufgabe, mit den sich Abwendenden ein klärendes Gespräch zu führen, müssten die Bischöfe leisten, nicht die sowieso überlasteten Gemeindepfarrer. Viel besser sei es, die Türe offenzuhalten und über die Hintergründe für den Kirchenaustritt Interesse zu zeigen.